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Schweizer Familie Ausgabe 46-2015

Die MJSS in der Schweizer Familie - Komm und lies die Ausgabe der Schweizer Familie im Jahr 2015!

Jetzt sei kein Fisch!

"Mädchenkram", sagte der Bub, als er seine Schwester ins Meerjungfrauenschwimmen begleitete. Bis er die farbigen Flossen sah. Und als Neptun einen tollen Hecht abgab. Die MJSS hat es im Jahr 2015 in die schweizerische Familienzeitschrift "Schweizer Familie" geschafft. So sah damals der Artikel aus (s. Bilder im Blog). Was für ein toller Schnupperkurs mit Fay und ihren Freundinnen! Wir konnten schlussendlich auch ihren Bruder vom "Mermaiding" überzeugen. Er war der Neptun unter 7 Meerjungfrauen!

Ach, wäre es doch nur so leicht wie in Fays Lieblings-TV-Serie «Plötzlich Meerjungfrau». Dort genügt ein Wassertropfen, und schon verwandeln sich die drei Mädchen in Meerjungfrauen. Für Fay, 9, und ihre Freundinnen ist die Metamorphose weit umständlicher. Sie liegen am Beckenrand des Hallenbades und ziehen das enge Meerjungfrauen Kostüm Zentimeter um Zentimeter über Waden, Oberschenkel und Po. Das scheint trotz aller Mühsal vergnüglicher zu sein, als es aussieht. Die Mädchen kichern in einem fort vor sich hin. Offenbar überwiegt die Vorfreude auf das Nixenspiel im Wasser. "Mermaiding" — so heisst der neue Trend aus Amerika, bei dem sich junge Damen in kleine Meerjungfrauen verwandeln. Inzwischen bieten auch viele Schwimmschulen in der Schweiz das Meerjungfrauenschwimmen an. "Ich habe für meine Tochter Fay und ihre Freundinnen dieses Wochenende einen Schnupperkurs gebucht. Mein Sohn Jared, 11, kommt mit ins Hallenbad". Er verkündet aber schon auf der Hinfahrt, dass er mit diesem "Mädchenkram» nichts zu tun haben wolle. «Ich gehe lieber zum Sprungturm." Dort bleibt er nicht lange. Kaum präsentiert Schwimmlehrerin Christina Würgler, 32, die mitgebrachten Nixenschwänze aus bunten Badekleider-Stoffen, steht Jared wieder da. "Gerade ist mir eingefallen, dass es in der Unterwasserwelt auch Männer gibt", sagt er. "Ihr braucht einen Neptun, und der bin ich."

Ungewohnte Technik: Er zwängt seine Füsse in die Monoflosse im Inneren des Stoffsackes. Sie besteht aus Gummi und einer Plexiglas-Platte. Das gibt den grössten Widerstand und sorgt dafür, dass die Nixen mit wenigen Flossenschlägen gut vorankommen. Fürs Schwimmen braucht es eine spezielle Technik. «Ihr müsst versuchen, die Beine immer gerade zu halten», erklärt Christina Würgler. «Mit dem Oberkörper machen Meerjungfrauen Wellenbewegungen - vor und zurück, und mit dem Kopf geben sie die Richtung an.» Vorsichtig lassen sich die Mädchen und ihr Neptun ins Wasser gleiten. Automatisch wollen sie die Beine spreizen, wie sie es vom normalen Schwimmen gewohnt sind. Doch das geht nicht in der Monoflosse. "Uiuiui, die Flosse zieht mich nach unten", ruft Ronja und rudert mit den Armen. Den anderen geht es ähnlich. Nur Leanne hat den Dreh auf Anhieb raus und schiesst elegant durchs Wasser. Kein Wunder, sie kennt die Delphintechnik aus dem Schwimmclub. Jared sieht ihr zu. «Ach so, Delphinschwimmen», ruft er. "Das kann ich." Die anderen Mädchen sehen zu, probieren aus und lernen schnell. Schon nach einer Viertelstunde haben es alle im Griff. Im Wasser wimmelt es von blauen, grünen, orange- und pinkfarbenen Meerjungfrauenflossen. Jetzt kommen Übungen dazu: Die Kinder tauchen nach Muscheln, schwimmen durch Ringe am Beckenboden, klatschen einander mit den Händen unter Wasser ab und schicken für den Fotografen einen Kuss durchs Wasser.

SCHWIMMEN WIE DIE MEERJUNGFRAUEN

Kurse: Unter dem Stichwort "Mermaiding" oder "Meerjungfrauenschwimmen" finden Interessierte Schwimmschulen für kleine Badenixen. Sie bieten Schnupper-, Ferien- oder Abzeichenkurse an, aber auch besondere Anlässe - etwa für einen Kindergeburtstag mit Krone und Schminke.

Preisbeispiel: Die "Schweizer Familie" hat ihren Schnupperkurs bei der Meerjungfrauen Schwimmschule in Opfikon ZH gebucht. Die Kosten betragen 49 Franken für eine Kursstunde inkl. Flossenmiete. Mindestens 6 Teilnehmer, ab 10 gibt es Rabatt.

Anforderungen: Die Kinder müssen sehr gut schwimmen können.

Was leicht aussieht, ist ziemlich anstrengend. Vor allem die Bauchmuskeln müssen zünftig arbeiten. Davon merken die Mädchen vorerst nichts, zu sehr sind sie mit ihren Unterwasserpirouetten beschäftigt. Erst als auf der Heimfahrt die Bäuche knurren, wird klar, wie viel Energie kleine Meerjungfrauen und Neptune beim Schwimmen verbrauchen. Wir füllen die Speicher zu Hause mit Beerenkuchen auf. Und während die Nixen die letzten Krümel mampfen, schmieden sie bereits neue Pläne: Sie wollen sich zum Geburtstag eine eigene Flosse wünschen, sich im Kurs ein Meerjungfrauenabzeichen verdienen - und einfach wieder als Meerjungfrau herumschwimmen.

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